Stressregulation
Auf dieser Seite erfahren Sie, wie Sie mithilfe von Biofeedback, Atemtraining und Mindfulness Based Stressreduction Ihre Stressregulation verbessern können. Diese Methoden finden, je nach individuellem Bedarf, ergänzend zu den Neurofeedback-Sitzungen statt.
Biofeedback
Biofeedback ist eine Methode zur Stressregulation. Die Fähigkeit zur Stressregulation ist wichtig, da ein anhaltend hohes Stresslevel Krankheiten verursachen kann. Unser vegetatives Nervensystem regelt den Ausgleich zwischen Anspannung und Entspannung mithilfe der Aktivität der beiden Nerven Sympathikus und Parasympathikus. Diese beiden Nerven sind Gegenspieler, wobei der Sympathikus für die Anspannung und der Parasympathikus für die Entspannung zuständig ist. Bei einer erfolgreichen Stressregulation geht es darum, beide Nerven im Gleichgewicht zu halten.
Mindfulness Based Stressreduction
Die Mindfulness Based Stressreduction (MBSR) wurde von Prof. Dr. Jon Kabat-Zinn entwickelt und basiert auf Achtsamkeitsübungen, die Ihnen helfen, Ihre Stressregulation langfristig verbessern. Ziel ist es, eine achtsame Haltung in den privaten wie beruflichen Alltag zu übertragen und dadurch gelassener mit Stress sowie belastenden Gedanken und Gefühlen umgehen zu können. Sie lernen vor allem das, was Sie gerade wahrnehmen, anzunehmen ohne es zu werten. Oftmals machen wir uns unseren Stress selber in unserem Kopfkino. Deswegen wollen wir uns darauf fokussieren, achtsamer mit unseren Gedanken umzugehen und zu erkennen, dass diese lediglich Produkte unseres Geistes sind.
Polyvagaltheorie
Die Polyvagal-Theorie, entwickelt von Stephen Porges, beschreibt das autonome Nervensystem (ANS) als ein hierarchisches System mit drei Zuständen: Sicherheit (ventraler Vagus), Kampf/Flucht (Sympathikus) und Erstarrung (dorsaler Vagus), wobei der ventrale Vagus soziale Verbindung und Wohlbefinden ermöglicht, während Stress oder Trauma in die tieferen Ebenen abdrückt, was sich in Stressreaktionen (Kampf/Flucht) oder Ohnmacht (Erstarrung) zeigt. Das Verständnis dieser Funktionen ermöglicht einen bewußten Umgang mit Stressreaktionen. Mithilfe autonom wirksamer Übungen lernen Sie übermächtigen Symptome wie Ängste, Panikattacken, Schmerzen und Ohrgeräusche Techniken in Griff zu bekommen.
Kognitive Therapie
Die kognitive Therapie fokussiert sich auf die Reduktion negativer Einstellungen und dysfunktionaler Kognitionen. Letztere können als Denkfehler aus negativen Erfahrungen bezeichnet werden, aus denen wiederum negative Einstellungen hinsichtlich der Zukunft des Betroffenen resultieren können. Das Ergebnis ist eine kognitive Triade, also eine negative Sicht bezogen auf sich selbst, die Umwelt und die Zukunft.
Nach Beck haben Kognitionen (Gedanken, Vorstellungen, Erwartungen, Wahrnehmungen) Einfluss auf das emotionale Befinden. Im Rahmen der Therapie sollen Patienten lernen, Wahrnehmungsverzerrungen und fehlerhafte Bewältigung von Problemen zu erkennen und zu relativieren. Dabei reduzieren sich negative Gefühle und alltägliche Problemsituationen können besser bewältigt werden.
aus flexicon doccheck.com